Le conducteur d'un go-fast tué

Ich habe einen Beitrag im französischen Fernsehen gesehen. Auf der südfranzösischen Autobahn A7 wurde der Fahrer eines Porsche Cayenne (man stellte 300KG Rauschgift sicher) von Zöllnern getötet, scheinbar bei langsamer Fahrt an der Zahlstelle Lançon-de-Provence. Das Fahrzeug sah jedenfalls sehr stark beschädigt aus. Bei der Fahrzeugbezeichnung fiel mir allerdings der Begriff « go-fast » auf, den ich noch nicht kannte. In Deutschland würde man das Fahrzeug als SUV bezeichnen. Soll « go-fast » für den Begriff Sportwagen stehen (der schnell fahren kann)?
Hier die Meldung in der Zeitung « Varmatin »:

Lies mal hier: Ce que l'on sait du go fast intercepté sur l'A7

Langsam sind die beiden Wagen nicht gefahren, sondern sie haben das Leben anderer gefährdet.

Es gibt auch die « Go slow » Methode" über Landstrassen um den Kontrollen auf der Autobahn zu entgehen… Vielleicht sogar mit Pause in « Routiers »?

Danke Münsterspatz, ich habe sogar ein Verfolgungs- Video gesehen, die (vermutl. Drogendealer) schrecken vor nichts zurück.

Aber meine Frage steht noch: Was ist ein « go-fast », ist der Begriff neu, ich kannte ihn noch nicht??

Der Begriff « go-fast » stammt aus den USA und beschreibt den Transport von Drogen von Südamerika in die USA über die Karibik mit extrem schnellen « Zigarren »-Schnellbooten, wie sie auch die Piraten vor Somalia verwenden.
Seit über 20 Jahren wird diese « Technik » auf die Straße übertragen. Hierbei geht es trotz Benutzung von Autobahnen weniger um Schnelligkeit, sondern mehr um Absicherung eines Drogentransportes. Dabei fährt ein Wagen vor dem « Transporteur », um vor eventuellen Kontrollen durch Polizei oder Zoll zu warnen. Oft wird der Transport auch nach hinten abgesichert. Schnelligkeit spielt nur dann eine Rolle, wenn man der Polizei oder dem Zoll oder rivalisierenden Drogenbanden davonfahren muss. In Lançon-de-Provence hat das wohl nicht geklappt.

fr.wikipedia.org/wiki/Go_fast (französisch)

In dem Artikel steht folgendes:

Qu’est-ce que les go fast exactement ?

Les go fast acheminent à grande vitesse de grosses quantités de drogue dans un convoi de voitures puissantes, type 4X4. Le convoi est souvent composé d’une « ouvreuse » et d’une « suiveuse » pour détecter les éventuels barrages ou filatures, et d’une « porteuse » contenant la drogue.

Depuis le début de l’année, une douzaine de go fast de cannabis ont été interceptés en France par la police, la gendarmerie ou les douanes, après des saisies record en 2013. Ainsi, 86 tonnes de haschich avaient été découvertes par les douaniers, soit plus du triple qu’en 2012 (24 tonnes).

:wink:

Nicht alle hier verstehen Französisch so gut wie du. Und Napoleons Teilfrage, ob der Begriff « go-fast » neu ist, wird in dem wiederholten Artikelauszug nicht beantwortet.

Woolito, ich bin mir sicher dass Napoleon sehr gut französisch spricht. Sonst hätte ich selbstverständlich versucht einen deutschen Link zu finden oder den Artikel übersetzt. Mein Link war vollständig, danach war das klar nur ein Auszug worin « go fast » erklärt ist. Und dass der Begriff nicht neu (2012) ist, ebenfalls.

Entschuldige bitte,Napoleon, wenn ich mich täusche aber Dein zweisprachiger Blog und 50-jährige Frankreichkenntnis führte mich in die Irre. :frowning:

Salut Münsterspatz,
salut Wolitoo,

danke, Ihr habt mich gemeinsam aufgeklärt. Ich hatte fälschlicherweise (ohne Hintergrund) die Bezeichnung « go fast » zu sehr auf den verunfallten Cayenne (SUV) bezogen. Aber ich bin jetzt vollkommen aufgeklärt. Wenn ich demnächst ähnlich Verrückte sehe, werde ich schnell Platz machen.

Danke Euch nochmal, Alles gut :slight_smile:

ja, als Go-Fast wird eine bestimmte Drogentransportmethode bezeichnet.

Dazu gehört im Regelfall:
a) ein geklauter, aufgeplusteter schneller Wagen (BMW oder Mercedes mit "höherer Nummer & PS Zahl), Porsche oder ähnliches.
b) ein Dummbatz, der den Fahrer stellt.
c) ein paar hundert kg. Drogen, meist haschich (der Tippfehler ist absichtlich, damti die franz. NSA nicht überanstrngt wird)
d) eine Autobahn von Spanien Richtung Frankreich

Im Regelfall läuft das so ab:
der « Go Fast » genannte Dro(h)genkurier (Tippfehler mal wieder absichtlich, Grund, siehe oben) fährt über die Grenze und brettert dann durch bis Paris.
Man verlässt sich darauf, dass wegen der PS zahl 9 von 10 durchkommen, und den 1 der sich erwischen lässt macht halt die Portokosten aus, und man lässt ihn im Knast vergammeln.

Das klappt seit einigen Jahren anscheinend ganz gut, denn die franz. Gendarmerie ist in den letzten Jahren immer noch nicht auf die Idee gekommen, diese diskret an den Mautstellen abzufangen, oder gar an der Grenze (jepp, es gibt dort immer noch Grenzekontrollen).

Warum? fragt mich bitte besser nicht. Meine Meinung nach ist der Amtsschimmel einfach damit überfordert (siehe Jospin Syndrom).

Ihr könnt sie ja mal gerne drauf ansprechen (ich hab nichts dagegen, bin « Nicht »-Konsumment) - aber bitte erwartet keine logische Antwort
(vive la France ! )
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