Adieu Bistro

Das klassische französische Bistro stirbt zwar nicht aus, aber es ist schwer auf dem Rückgang, und das aus vielen Gründen. Ich sehe das als hier Lebender zwar nicht so extrem wie der Autor in dem Artikel, aber das Bistro als kommunikativen Treffpunkt findet man eher nur noch in kleineren Orten, und exorbitante Preise « pour rien », teilweise fehlender Tabakverkauf und Rauchverbot, und « amerikanische Konkurrenz » besonders in großen Städten, die anscheinend für jüngere Leute attraktiver ist, haben sicherlich zur schwindenden Bedeutung beigetragen.

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Also das zu dem Aussterben der Cafés kann ich nur Folgendes sagen: in Paris, in einem Café Kaffee zu trinken, ist eine schlechte Idee. Der Kaffee schmeckt nicht und die Bedienung ist oft mehr als unfreundlich. Da trinke ich lieber meinen Kaffee im… Starbucks (ja buuuh die finanziert die Amis blabla), wo die Bedienung tatsächlich freundlich ist (das ist ja ihr Markenzeichen) und der Kaffee zwar teuer ist, aber dafür größer. Und meinen teueren Kaffee kriege ich lieber mit einem Lächeln als ohne.

Viele « traditionellen » Produkte, wie bereits im Artikel von « Focus » erwähnt, sind überteuert: 16€ für einen Club-Sandwich (damit meinen sie mit Sicherheit jambon beurre?) gibt’s zwar nirgendwo, aber aus meiner Zeit als « Pendlerin », die fast in Bahnhöfen wohnte, kann ich sagen, dass mein Thunfisch-Sandwich um die 6€ kostete. 6€, damit kann man sich auch gleich ein Döner holen, der wenigstens satt macht.

Dieses Aussterben hat also mMn viel weniger mit sterbenden Traditionen zu tun, nur mit einer Generation, die sich zu der neuen Zeit anpassen muss.